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Creditreform Regionencheck Mittelstand 2010: Insolvenzrisiko im Wirtschaftsraum Bayrischer Untermain gestiegen
Creditreform Regionencheck Mittelstand 2010: Insolvenzrisiko im Wirtschaftsraum Bayrischer Untermain gestiegen
Aschaffenburg, 01.08.2011
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Regionale Wirtschaftsforschung
An den Unternehmen am Bayrischen Untermain ist die Krise nicht spurlos vorübergegangen. Das Pleiterisiko ist seit 2008 gestiegen und weist für 2010 einen CreditreformRisikoIndikator von 2,41 % (Vorjahr: 2,17 %) auf.
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Hintergrund der Analyse
Der Creditreform Regionencheck beleuchtet die spezifische Risikostruktur einer Region und zeigt Gefährdungspotentiale nach verschiedenen Strukturmerkmalen auf.
Mit dem Regionencheck wird auf einen Blick ersichtlich, welche Branchen in der untersuchten Region besonders risikobehaftet sind und welche Rechtsform oder Größenklassen beispielsweise mit einem hohen Ausfallrisiko behaftet sind.
Datengrundlage der Analyse
Datengrundlage ist die Creditreform Wirtschaftsdatenbank mit über 4,0 Millionen Datensätzen zu deutschen Unternehmen. Durch stichtagsbezogene Selektionen werden die Anzahl der Unternehmen sowie die Anzahl der ausgefallenen Firmen je Region ausgewiesen. Auf dieser Datengrundlage wird der CreditreformRisikoIndikator (CRI in Prozent) errechnet, der die Ausfallwahrscheinlichkeit der Unternehmen einer Region misst und eine Zuordnung in eine von sechs Risikoklassen ermöglicht.
Zunahme der Unternehmenspleiten am Bayrischen Untermain
Das Ausfallrisiko der insgesamt 20.975 Unternehmen am Bayrischen Untermain ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen und beträgt nun 2,41 %.
| Kreis/ Stadt |
Anzahl Unternehmen |
Ausfälle |
CRI |
Ausfallrisikoklasse |
| Stadt Aschaffenburg |
4.709 |
112 |
2,38% |
mittel |
| Landkreis Aschaffenburg |
9.498 |
222 |
2,34% |
mittel |
| Landkreis Miltenberg |
6.768 |
171 |
2,53% |
erhöht |
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| Gesamt |
20.975 |
505 |
2,41% |
mittel |
Wie obige Übersicht zeigt, erlitten 505 Unternehmen in unserer Region im vergangenen Jahr den finanziellen Exitus und meldeten Insolvenz an, es erging eine Haftanordnung oder die eidesstattliche Versicherung wurde abgegeben.
In absoluten Zahlen wurden im Landkreis Aschaffenburg (222) die meisten Ausfälle registriert, gefolgt vom Landkreis Miltenberg (171). Die wenigsten Firmenpleiten verzeichnet die Stadt Aschaffenburg (112).
Setzt man die Ausfälle jedoch ins Verhältnis zu der jeweiligen Anzahl an Unternehmen, so ergibt sich ein anderes Ranking. Prozentual gesehen war das Ausfallrisiko im Landkreis Miltenberg mit 2,53 % am höchsten und wird mit der Risikoklasse „erhöhtes Ausfallrisiko“ bewertet. Sowohl der Stadt Aschaffenburg (2,38 %) als auch dem Landkreis Aschaffenburg (2,34 %) werden die Risikoklasse „mittleres Ausfallrisiko“ zugeordnet.
Im Vergleich zum Bundesland Bayern (1,72 %) und Gesamtdeutschland (2,25 %) weist die Region Bayrischer Untermain mit 2,41 % einen höheren CRI auf und ist somit stärker insolvenzgefährdet.
| Region |
CRI |
CRI |
| Deutschland |
2,25% |
mittel |
| Bayern |
1,72% |
gering |
| Bayrischer Untermain |
2,41% |
mittel |
Zeitreihenanalyse für den Bayrischen Untermain
| Kreis/ Stadt |
CRI 2008 |
CRI 2009 |
CRI 2010 |
Prognose CRI 2011 |
| Stadt Aschaffenburg |
2,28% |
2,59% |
2,38% |
2,33% |
| Landkreis Aschaffenburg |
1,94% |
2,06% |
2,34% |
2,25% |
| Landkreis Miltenberg |
2,33% |
2,03% |
2,53% |
2,44% |
Im Zeitablauf ist das Insolvenzrisiko in allen Kreisen gestiegen. Jedoch konnten Stadt und Landkreis Aschaffenburg diesen Trend im vergangenen Jahr durchbrechen und leichte Rückgänge von 0,11 %Punkten bzw. 0,28 %Punkten verzeichnen.
Die Prognose für das laufende Jahr 2011, ermittelt mit dem Creditreform Bonitätsindex, sieht für die Stadt und den Landkreis Aschaffenburg eine positive Entwicklung voraus, für den Landkreis Miltenberg eine leichte Erhöhung des Insolvenzrisikos.
Verkehrsbranche mit dem höchsten Ausfallrisiko
Die höchsten Ausfallquoten verzeichnen in den drei Kreisen Unternehmen aus den Bereichen Verkehr und Lagerei (5,76 %) sowie dem Gastgewerbe (5,01 %).
Hohe Umsätze schützen vor Zahlungsunfähigkeit
Kleine Unternehmen mit weniger als 500.000 € Umsatz pro Jahr, meist Gewerbebetriebe und Einzelfirmen, verzeichnen mit 2,58 % das höchste Ausfallrisiko.
Diese Tendenz bestätigen auch die Risikoindikatoren für die einzelnen Rechtsformen. Demnach ist das Ausfallrisiko bei Gewerbetrieben (3,81 %) und bei Einzelfirmen (2,56 %) am größten.
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